4. Clubwettfahrt: Viele Starter und ein Debut

12. Juli 2018 0 By tom

Eigentlich ist ja die Beteiligung an den Clubwettfahrten in der Ferienzeit eher gering. Umso überraschender war es, dass am 1. Feriensonntag 12 Crews bereit standen für die 4. Regatta.

Bilder können wir wegen Datenschutz derzeit nicht, daher heute mal ein Bericht von der Wettfahrt aus meiner Perspektive:

Jochen entschied sich, es einmal auf dem Aero  zu versuchen, der Wind sollte stimmen, warum also nicht.

Raus aufs Wasser, der blöde Gennacker ist mal wieder falsch geriggt, also noch schnell nach vorne, Segel rauf, Segel runter, wieder halb hoch, Schot umgeschoren und dann Zack-Zack zum Start.

Punkt 14 Uhr schicken uns Eva und Gabi auf den Kurs, zur Greenwich Promenade, zur Franzosentonne und dann über das Strandbad links um Hasselwerder rum ins Ziel.

Der gelbe Mastkran ist durch einen Bagger ersetzt worden, aber alle schaffen es rechtzeitig über die jetzt recht lange Linie. Der erste Schlag ist nervig. Der Wind von achtern dreht und die Abdeckung würfelt das Feld öfter durcheinander. Wir setzen uns Richtung Ufer ab, dort ist der Wind etwas stärker und der Genacker zieht uns zunehmend schneller Richtung Tonne. Das Feld liegt noch dicht beieinander, also außen rum und aus dem Gewühl raushalten. 

Auf dem Kurs zur Franzosentonne nimmt der Wind dann zu, es reicht gerade noch für das große Vorsegel, der Genackerbaum biegt sich bedenklich nach oben und im Trapez ist das Boot gerade noch zu halten. Dafür beginnt das beruhigende Brummen des Rumpfes und der glatte Wasserabriss am Heck sind das Zeichen, dass das Boot im Gleiten ist.

Vorbei am Wasserski-Gebiet und dann abfallen auf die Tonne. Steve und Timmy sind dicht hinter uns, zu den anderen haben wir uns schon deutlichen Vorsprung geschaffen. Muss auch, der Yardstick lässt grüßen. Viel zu knapp ist es schon seit der ersten Tonnenrundung.

Den Genacker im letzten Moment runter, nichts hakt, ab auf die Kreuz. Der Wind kommt gut zwischen den Inseln, dreht aber heftig, da braucht es ein paar Wenden, wenn der Kurs zu sehr Richtung Südufer führt.

DieTonne vor dem Strandbad- liegt in der Flaute, das Wasser ist total glatt. Na, das wird ja lustig. Aber je mehr wir uns der Tonne nähern, umso mehr dehnt sich das kleine Windfeld vom Schilf her aus. Als wir um die Tonne gehen, hat der Wind so deutlich zugelegt, dass sich der Genacker kaum bändigen läßt. 

Wieder ist der Kurs recht spitz. Das Boot legt sich ordentlich auf die Seite und der Genacker zieht mit seinen 29 m2 ganz schön heftig an der Schot. Wir müssen in den Böen deutlich abfallen, der Genackerbaum knackt schon ganz heftig. Wir verlieren mehr und mehr Höhe zu den Fahrwasser-Tonnen, aber den Speed brauchen wir dringend.

Mehr als 50 m liegen wir in Lee der Tonnen, als wir den Genacker einpacken. Das muss jetzt alles wieder aufgekreuzt werden. Aber der Wind hält durch, bei Nord weht es recht gleichmäßig durch die Malche, nur die Ruderboote wuseln kreuz und quer umher, ein bisschen Zick-Zack und wir können in Richtung Ziellinie abbiegen. 

Zu schnell kommen die Anderen auf, die Yardstick-Keule kreist bis zur Siegerehrung. Immerhin Platz 5. Jochen kann seinen Probeschlag mit dem 8. Platz beenden, ein guter Platz für die Premiere auf dem kleinen Bötchen. 

Gewonnen hat Hans-Dieter in seinem Yngling, gefolgt von Thomas auf dem 5er und Steven auf der J 22. 

Alle Ergebnisse der 4. Clubwettfahrt 2018

Vielleicht hat ja jemand Lust, mal seine Perspektive bei einer Wettfahrt zu schildern. Wir haben genug Speicher auf der Homepage.

 

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